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2019-07-21
ADAC Eifel Rallye Festival 2019 – Weltreise durch die Vulkaneifel
ADAC Eifel Rallye Festival 2019 – Weltreise durch die Vulkaneifel

• Kein Auftakt nach Maß: Unfall beim Shakedown
• Klassentreffen des historischen Rallyesports
• Mitfahrten für guten Zweck versteigert

Das ADAC Eifel Rallye Festival (18.-20. Juli 2019) war noch gar nicht so richtig gestartet, da stand allen Beteiligten der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Beim Shakedown kam eines der ersten Fahrzeuge auf einer Gerade nach rechts von der Strecke ab und verletzte dabei sechs Zuschauer, die sich ordnungsgemäß in dem dafür vorgesehenen Bereich befanden. Unter den weiteren Zuschauern befanden sich zwei Ärzte und mehrere Rettungssanitäter, sodass sofort Hilfe geleistet werden konnte. Die Rettungskräfte des Veranstalters und weitere herbeigerufene Kräfte waren in wenigen Minuten an der Unfallstelle.

Ein Notfallseelsorger war ebenfalls vor Ort und betreute die anwesenden Fans. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, eine der beiden schwerverletzten Personen mit dem Hubschrauber. Die vier Leichtverletzten konnten das Krankenhaus nach ambulanten Behandlungen sofort wieder verlassen, die beiden Schwerverletzten wurden operiert und sind nach Auskunft der Ärzte stabil.

„Das war ein Schock für alle hier beim Festival, für uns als Organisatoren aber auch für alle Fahrer und Fans“, sagt Otmar Anschütz (Daun), Organisationsleiter und Vorsitzender des veranstaltenden MSC Daun. Das Eifel Rallye Festival besteht ausschließlich aus Demonstrationsfahrten historischer Rallyefahrzeuge auf abgesperrten und abgesicherten Strecken. „Obwohl es bei uns keine Zeitwertung gibt, werden die Sicherungen der Strecke und für die Zuschauer nach internationalem Standard so durchgeführt, als würde hier auf Bestzeit gefahren“, erläutert Anschütz.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Behörden war dies ein tragischer Unglücksfall, der nicht vorhersehbar war. „Nach Abwägung aller Aspekte haben wir uns entschieden, unser Festival weiter durchzuführen, auch die beteiligen Behörden haben sich dafür ausgesprochen. Am wichtigsten aber ist, dass alle Verletzten schnellstmöglich wieder gesund werden. Das ist der Wunsch von uns Organisatoren, wir sprechen da auch im Namen der Teams und der zahlreichen Fans“, so Anschütz.

Klassentreffen des historischen Rallyesports

Trotz gedämpfter Stimmung zum Auftakt wurde das Eifel Rallye Festival dennoch zu einem vollen Erfolg. Mehrere zehntausend Fans gaben dem ‚Klassentreffen des historischen Rallyesports‘ den passenden Rahmen. Die Rallye-Meile in Daun platzte in diesem Jahr erneut aus allen Nähten, auch auf den Prüfungen war es voll. Vor dem Start sagte ein Fan treffend: „Es wird Zeit, dass es los geht, ich habe schon eine Gänsehautentzündung.“

Erwin Weber, der Europameister von 1992, kam erstmals zum Festival und sagte: „Hier ist alles perfekt organisiert, es macht unendlichen Spaß, vor den vielen Zuschauern zu fahren. An manchen Stellen ist der ganze Hang voll mit Fans.“

Ähnlich äußerte sich Jochi Kleint, Europameister von 1979: „Ich nehme viele positive Eindrücke von hier mit, es sind so viele Zuschauer unterwegs, die Begeisterung für den Rallyesport ist einfach fantastisch.“ Die früheren Weltmeister Timo Salonen und Stig Blomqvist erfreuten die Fans nicht nur mit ihren Fahrkünsten, sie gaben beim kurzweiligen Welcome-Abend mit den bewegten und bewegenden Bildern von Kultfilmer Helmut Deimel auch einige Anekdoten aus ihrer langen Laufbahn preis.

Begeisterung für die Veranstaltung, aber auch einige Frustration über die eigene Leistung trieben Co-Pilot Nicky Grist um. Der 21-fache WM-Lauf-Sieger übernahm erstmals selbst das Steuer einer Toyota Celica aus seiner WM-Zeit. „Es ist schon ein wenig enttäuschend, wenn du so lange an der Seite von schnellen Fahrern unterwegs warst, jetzt selbst ins Lenkrad greifst und deutlich langsamer unterwegs bist. Aber das ist mein eigenes Auto und ich möchte es heil ins Ziel bringen.“


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